Am Abend des 23. April 2026 wird das Münchner Haus der Kunst zu einem Ort, an dem sich Engagement, Erinnerung und Hoffnung begegnen. Die DKMS Gala, die bislang vor allem in New York und London stattfand, feiert erstmals in Deutschland Premiere und bringt Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft zusammen. Im Zentrum des Abends steht eine Initiative, deren Geschichte zugleich zutiefst persönlich und global wirksam ist: die Mission, Leben zu retten. Gastgeber der Gala sind Dr. Peter Harf, Gründer der DKMS und Mitglied des Stiftungsrats, Viktoria von Wulffen, ebenfalls Mitglied des Stiftungsrats, sowie Katharina Harf, Vorsitzende des Stiftungsvorstands. Die Schirmherrschaft übernimmt Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder.

Die Geschichte der DKMS beginnt mit einem Schicksalsschlag. Als Mechtild Harf 1991 an Blutkrebs erkrankte, wurde ihrem Ehemann Peter Harf schmerzhaft bewusst, wie gering die Chancen vieler Patientinnen und Patienten waren, einen passenden Stammzellspender zu finden. Aus dieser Erfahrung heraus entstand eine Initiative, die zunächst klein begann, aber rasch zu einer internationalen Bewegung anwuchs. Was als persönlicher Kampf gegen eine lebensbedrohliche Krankheit begann, entwickelte sich zu einer der weltweit wichtigsten Organisationen im Bereich der Stammzellspende.
Heute, mehr als drei Jahrzehnte später, hat die DKMS über 13 Millionen potenzielle Spenderinnen und Spender registriert und mehr als 130.000 Stammzellspenden vermittelt. Hinter diesen Zahlen stehen unzählige Geschichten von Hoffnung, von zweiten Chancen und von Menschen, deren Leben durch eine Spende gerettet werden konnte. Gleichzeitig erinnert jede einzelne Geschichte daran, wie entscheidend Engagement, Forschung und internationale Zusammenarbeit in der modernen Medizin geworden sind.
Die Arbeit der DKMS reicht heute weit über Deutschland hinaus. Neben ihrem Ursprungssitz ist die Organisation inzwischen auch in den USA, Großbritannien, Polen, Chile, Indien und Südafrika aktiv. Durch weltweite Registrierungsprogramme, medizinische Projekte und wissenschaftliche Kooperationen entsteht ein Netzwerk, das Patienten unabhängig von geografischen Grenzen erreichen soll. Ziel ist es, die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, für jeden Erkrankten das passende genetische „Match“ zu finden – eine Voraussetzung, ohne die eine Stammzelltransplantation nicht möglich ist.
Eine zentrale Rolle spielt dabei das DKMS Life Science Lab, eines der weltweit führenden Hochleistungslabore für die Typisierung potenzieller Stammzellspender. Hier werden modernste genetische Analyseverfahren eingesetzt, um Spenderprofile so präzise wie möglich zu bestimmen. Diese wissenschaftliche Infrastruktur bildet das Fundament der Arbeit der Organisation: Je genauer die Daten, desto größer die Chance, dass für eine Patientin oder einen Patienten irgendwo auf der Welt ein passender Spender gefunden wird.

Die DKMS Gala ist dabei weit mehr als eine gesellschaftliche Veranstaltung. Sie ist auch ein Symbol für die Kraft gemeinsamer Verantwortung. Wenn sich an diesem Abend im Haus der Kunst Gäste aus unterschiedlichen Bereichen treffen, geht es nicht nur um Austausch und Begegnung, sondern auch um Aufmerksamkeit für ein Thema, das Millionen Menschen betrifft. Blutkrebs gehört weltweit zu den häufigsten lebensbedrohlichen Erkrankungen des blutbildenden Systems – und für viele Betroffene ist eine Stammzelltransplantation die einzige Chance auf Heilung.
Die internationale Resonanz, die die DKMS in den vergangenen Jahrzehnten erfahren hat, zeigt, wie stark eine Idee wachsen kann, wenn sie von persönlicher Überzeugung getragen wird. Aus der Initiative eines Einzelnen ist eine globale Organisation entstanden, die Forschung, Medizin und gesellschaftliches Engagement miteinander verbindet. Gleichzeitig bleibt die Botschaft der DKMS bewusst einfach: Jede Registrierung kann ein Leben retten.
Dass die Gala nun erstmals in Deutschland stattfindet, hat auch symbolische Bedeutung. Hier nahm die Geschichte der DKMS ihren Anfang; hier wurde aus einer privaten Initiative eine Bewegung, die heute weltweit wirkt. München bildet damit den passenden Rahmen für einen Abend, der Erinnerung, Dankbarkeit und Zukunftsperspektiven miteinander verbindet.
Zwischen festlicher Atmosphäre und persönlicher Geschichte steht letztlich ein Gedanke im Mittelpunkt: Hoffnung ist kein abstraktes Versprechen, sondern entsteht durch konkrete Taten. Jede Registrierung, jede Spende und jede wissenschaftliche Innovation bringen die Vision ein Stück näher, dass immer mehr Menschen eine zweite Lebenschance erhalten können. Genau darum geht es an diesem Abend – und in der Arbeit der DKMS jeden einzelnen Tag. Weitere Informationen unter DKMS Fotos: © Dave Benett