von Garmisch-Partenkirchen
Florenz wurde erneut zum Nabel der olfaktorischen Welt, als die Stazione Leopolda die internationale Szene der künstlerischen Parfumerie zusammenführte und die 23. Ausgabe der Pitti Fragranze ausrichtete. Mehr als 230 Marken aus über 40 Ländern präsentierten ihre Neuheiten, nahezu drei Viertel davon aus dem Ausland, und machten die Messe zu einer Bühne, auf der Exklusivität, Forschung und Ästhetik in einem dichten Programm zusammentrafen. Das Motto „Composition“ prägte die diesjährige Ausgabe und verwies auf die Harmonie von Kunst, Wissenschaft und Handwerk, die jedes Parfum in sich trägt. Die Stazione Leopolda, ein ehemaliges Eisenbahndepot mit rauem Industriecharme, bot dafür den perfekten Rahmen. Besondere Aufmerksamkeit galt Setchu von Satoshi Kuwata.


ausgezeichnet, knüpfte an seinen gefeierten Auftritt bei der Pitti Uomo an und präsentierte als Special Guest der Fragranze seine erste Duftkollektion. Fünf Kreationen, entwickelt in Zusammenarbeit mit der Parfümeurin Julie Massé vom Haus Mane, suchten die Brücke zwischen östlichen und westlichen Ritualen und fingen die Erinnerung an Kindheitsmomente, an Reinheit und Intimität ein. Kuwatas Ansatz, aus Baderitualen einen kristallinen Duftmoment zu destillieren, traf den Kern einer Messe, die Duft nicht als Zutat des Alltags, sondern als kulturelle Praxis versteht. Auch Meo Fusciuni kehrte nach Florenz zurück und präsentierte mit Isola ein Parfum, das die Melancholie des Sommers in Erinnerung und Licht verwandelte, sowie eine Neuauflage seines allerersten Duftes #1 Nota di Viaggio – Rites de Passage, eine Hommage an den Beginn seines künstlerischen Weges.